Auch wenn das Blog nach Privatstress und Krankheit nur sehr langsam Gestalt annimmt und noch immer nicht so aussieht, wie ich es wünsche, kann doch immerhin das grobe Thema erkennen: Manga, Japan, quietschpink, albern.
Dass ich sogar versucht habe einige Brocken Japanisch einfließen zu lassen, lässt sich unschwer erkennen – dennoch möchte ich mal dahingestellt sein lassen, ob man Unter dem Mond.Blog nun tatsächlich inhaltlich mit gekka ni burogu (dt. im-Mondlicht-Blog) übersetzen kann.
Trotzdem macht es mir Spaß mit japanischen Schriftzeichen zu spielen, was problemlos geht, wenn man die ostasiatische Sprachunterstützung am PC installiert hat. Man lernt einige grundlegende Dinge darüber, wie die japanische Schrift funktioniert und versteht grob den Unterschied und die Verwendung von Kanji (chinesische Schriftzeichen), Hiragana (Silbenzeichen, Kana), Katakana (Silbenzeichen, Kana) und Romaji (lateinischen Buchstaben).
Klingt kompliziert? Ist es auf ganz grundlegender Ebene aber gar nicht, deshalb unternehmen wir einen kleinen Exkurs in die japanische Popkultur und suchen uns ein Beispiel, wie dieses:
Video: Fukuda Saki – Yumesora
Die japanische Sängerin und Schauspielerin Fukuda Saki (lies Vorname Saki Nachname Fukuda) ist in Teilen des Internets bekannt durch die Titelmusik der TV-Serie “Attack No. 1″ (in Deutschland klingelt es beim Stichwort Mila Superstar) und für ihre Rolle als Biest Manami Anzai in der TV-Serie “Life”.
Unten im Video sind diese Schriftzeichen zu sehen: Der Titel des Songs und der Name der Sängerin.
Einer Raute, die hier nichts zur Sache tut, folgen die ersten zwei Zeichen (1). Es sind Kanji und sie werden hier yumesora gelesen. Danach haben wir (2) vier Hiragana, die ebenfalls yumesora gelesen werden. Zuletzt folgen vier Kanji (3), die den Namen der Sängerin Fukuda Saki beschreiben.
Katakana sind nicht enthalten, es ist unüblich japanische Worte in Katakana zu schreiben, ganz zu schweigen von Eigennamen. Sie werden vor allem für die Werbung, Manga und Beschriftungen eingesetzt, sie dienen der Hervorhebung, so wie bei uns die Kursivbuchstaben oder das Ignorieren von Groß- und Kleinschreibung aus stilistischen Gründen.. Ihre Verwendung für Lehnwörter und Namen aus fremden Sprachen ist ohnehin ein Kuriosum, denn Romaji (lateinische Buchstaben) werden ja ebenfalls genutzt und sind für die Schreibung von Fremdwörtern eigentlich effektiver. So kann man das Wort Blog zwar in Katakana schreiben, aber man erhält nur eine lautliche Annäherung, da das Japanische nicht alle Laute enthält, die wir benutzen. Aus Blog wird also burogu.
Kanji gelten als besonders ästhetisch. Eigennamen werden von Eltern nicht nur nach Klang und Bedeutung ausgesucht, sondern auch danach, ob sie durch besonders schöne Schriftzeichen dargestellt werden können. Der Vorname Saki z.B. könnte auch durch eine ganze Reihe anderer Kanji geschrieben werden. Es ist ein Zeichen von hoher Bildung viele Kanji zu kennen.
Hiragana sind die grundlegenste Möglichkeit Japanisch zu schreiben, wenn man kein gebräuchliches Kanji kennt oder es vergessen hat. Vor allem in Texten für Kinder, aber auch als Lesehilfe (Furigana) in Texten für Erwachsenen werden Hiragana verwendet, um die Lesung der verwendeten Kanji zu verdeutlichen. Grammatische Sprachbestandteile werden generell in Hiragana geschrieben.
Verstanden? Nein? Macht nichts. Denn wer sich für Japanisch interessiert, kann und sollte besser selber nachlesen – z.B. hier oder hier. Oder ausprobieren – hier und hier.
Die Bedeutung von yumesora yumesora stünde übrigens nochmal auf einem ganz anderen Blatt. Leider hab ich noch nirgends die entsprechenden Lyrics inklusive Übersetzung gefunden.
so..neuer versuch ;o) ..ich war gestern so kreativ ;o(…
ich finde das sehr spannend…aber warum Japanisch…in kyrillisch sähe das bestimmt auch interessant aus…
…und dieses pink beisst immer noch in den Augen..*grins*…es gibt doch so schöne andere BONBON-Farben, was hat dich nur zum pink geführt…;o)