Katzen sind komische Tiere – und zwar in jeder Hinsicht.
Unser Kater lebt bei uns, seit wir ihn vor 4 Jahren aus dem Erfurter Tierheim geholt haben. Es war zu goldig. Da war diese etwa einjährige Fundkatze, die sich betont gelangweilt gab und auf einem Regal vor sich hin döste. Irgendwann, während wir die Tiere begutachteten, kam er herunter, schnurrte uns an und spielte mit Svens Schnürsenkeln. Einen Moment stand es auf der Kippe, ob wir ihn mitnehmen dürfen, weil sich bereits eine andere Familie für ihn interessierte. Das kleine Mädchen entschied sich dann allerdings doch für zwei Kitten und Tino, jetzt Tiiger, zog bei uns ein.
Er hatte es nicht leicht der Dicke, denn je größer unser Nachwuchs wird, umso lästiger findet Tiiger ihn. Besonders die enorme Lautstärke, die Vincent beim Rumzicken erreicht, stresst den Kater ungemein. Vincent musste sich schon einiges an Kratzern einfangen, weil es unheimlich schwer fällt, die beiden voneinander fernzuhalten.
Leider leckt und kratzt sich Tiiger zur Zeit sehr stark am Bauch, an den Pfoten und im Gesicht, nicht zum ersten Mal trägt er deshalb eine Halskrause. Es nicht ganz klar, ob es sich um psychischen Stress oder vielleicht eine Allergie handelt. Mittlerweile sind wir Profis im Anlegen des Dings und auch der Dicke hat sich daran gewöhnt und lässt sich kaum noch davon behindern.
Zur Zeit hat er wieder eine Kortisoninjektion bekommen und ist auf einer Diät mit hypoallergenem Futter. Mit einer extra Portion Streicheleinheiten und Spielzeit päppeln wir ihn wieder auf. Auch seine selbstzugefügten Verletzungen heilen sehr schön und er macht einen sehr anhänglichen und aktiven Eindruck – so gut wie seit Monaten nicht mehr.


Kommentare